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Friday, 22. May 2009
Wer war Elkart?
Laut Wikipedia war Karl Elkart:
Der Straßenname soll nun umbenannt werden und stößt interessanterweise dabei auf Widerstand verschiedener Gruppen. Die Frage stellt sich natürlich, wann hat man erkannt, dass eine Person für einen öffentlichen Straßennamen nicht mehr tragbar ist. Wann darf der Straßenname dann dennoch bestehen bleiben. Gerade die Welfenkönige dieser Stadt haben sich nicht immer mit Ruhm bekleckert. Dennoch werden diese Straßenamen sicher nicht umbenannt. Wo steht Historie im Widerspruch zum bestehenden Stadtbild? Bei Karl Elkart ist es wohl relativ eindeutig. Gleichwohl sollte auf seine Verbrechen weiterhin hingewiesen werden. Vielleicht ist ein Straßenname ja gerade gut dafür?
Eine ähnliche Diskussion gibt es im Moment auch bei den Stadttafeln. Dabei geht es um den Fackelträger am Maschsee. Den Hitlergruß zeigend mit einer Fackel in der Hand oben auf der Säule. Hier werden die Ideale der NS-Zeit zelebriert. Sollte man darum die Statue abreißen? Meiner Meinung nach natürlich nicht, sondern per neuer Stadttafel darauf hinweisen, worum es hier eigentlich ging und heute geht. Geschichte visualisieren und damit vergangene Fehler bewusst machen und daraus lernen. Ein guter Weg meiner Meinung nach...
Straßennamen umbenennen? Ich finde die Aktion nicht ganz verkehrt, schließlich werden Straßennamen im Idealfall an Persönlichkeiten vergeben, die Herausragendes geleistet haben. Wenn sich dann herausstellt, dass diese Leistung auf Basis eines Verbrechens basieren, dann ist in meinen Augen der Straßenname nicht mehr tragbar. Und das gab es doch schon öfter, schließlich hieß die Bahnhofstraße auch mal Adolf-Hitler-Straße. Letztendlich muss man wohl Augenmaß beweisen und in jedem Einzelfall unterscheiden, ob eine Umbenennen Sinn macht. Wir werden sehen, wo hier die Reise hinführt.
Quellen: HAZ-Artikel, Wikipedia-Eintrag Karl Elkart
Siehe auch: Stadttafel Gartenstadt Kleefeld, Stadttafel Stadtbibliothek
Karl Elkart (* 15. September 1880 in Altshausen; † 12. Juni 1959 in Hannover) war ein deutscher Architekt und Stadtplaner, während der Weimarer Republik und im Dritten Reich NS-Stadtbaurat in Hannover.Und da ist auch schon das Problem. Denn im dritten Reich war er offensichtlich nicht ganz unbeteiligt an verschiedenen Nazi-Verbrechen, wie z.B. der NS-Verfolgungspolitik.
Der Straßenname soll nun umbenannt werden und stößt interessanterweise dabei auf Widerstand verschiedener Gruppen. Die Frage stellt sich natürlich, wann hat man erkannt, dass eine Person für einen öffentlichen Straßennamen nicht mehr tragbar ist. Wann darf der Straßenname dann dennoch bestehen bleiben. Gerade die Welfenkönige dieser Stadt haben sich nicht immer mit Ruhm bekleckert. Dennoch werden diese Straßenamen sicher nicht umbenannt. Wo steht Historie im Widerspruch zum bestehenden Stadtbild? Bei Karl Elkart ist es wohl relativ eindeutig. Gleichwohl sollte auf seine Verbrechen weiterhin hingewiesen werden. Vielleicht ist ein Straßenname ja gerade gut dafür?
Eine ähnliche Diskussion gibt es im Moment auch bei den Stadttafeln. Dabei geht es um den Fackelträger am Maschsee. Den Hitlergruß zeigend mit einer Fackel in der Hand oben auf der Säule. Hier werden die Ideale der NS-Zeit zelebriert. Sollte man darum die Statue abreißen? Meiner Meinung nach natürlich nicht, sondern per neuer Stadttafel darauf hinweisen, worum es hier eigentlich ging und heute geht. Geschichte visualisieren und damit vergangene Fehler bewusst machen und daraus lernen. Ein guter Weg meiner Meinung nach...
Straßennamen umbenennen? Ich finde die Aktion nicht ganz verkehrt, schließlich werden Straßennamen im Idealfall an Persönlichkeiten vergeben, die Herausragendes geleistet haben. Wenn sich dann herausstellt, dass diese Leistung auf Basis eines Verbrechens basieren, dann ist in meinen Augen der Straßenname nicht mehr tragbar. Und das gab es doch schon öfter, schließlich hieß die Bahnhofstraße auch mal Adolf-Hitler-Straße. Letztendlich muss man wohl Augenmaß beweisen und in jedem Einzelfall unterscheiden, ob eine Umbenennen Sinn macht. Wir werden sehen, wo hier die Reise hinführt.
Quellen: HAZ-Artikel, Wikipedia-Eintrag Karl Elkart
Siehe auch: Stadttafel Gartenstadt Kleefeld, Stadttafel Stadtbibliothek
Thursday, 7. May 2009
Stadtbahn oder U-Bahn? Das ewige Thema der Linie D...
Gleichwohl existieren unter Steintor, Hauptbahnhof und Marienstraße sogenannte Geisterstationen, die seit dem Bau auf Ihren Anschluss warten. Aktuell wird die Diskussion um die Linie D wieder angeheizt. Und in der Tat hätte eine U-Bahn eine ganze Menge stadtebaulicher Vorteile. Zudem haben alle U-Bahnprojekte, wie z.B. zuletzt die U-Bahn unter dem Engelbosteler Damm gezeigt, dass sich durch eine U-Bahn (im Vergleich zu einer oberirdischen Bahn) die Fahrgastzahlen vermehrfachen.
Große Auswirkungen hat die Diskussion anscheinend für den Bereich um das Steintor, da nach den Städtplanern auf der Platzfläche zwei mehrstöckige Hochhäuser entstehen sollen (vergleich HAZ-Artikel). Sollte die U-Bahn-Linie tatsächlich gebaut werden, dann wären hier wohl höhere Kosten für die Gründung der Bauwerke notwendig. Wiedermal läuft alles auf den Kostenfaktor hinaus.
Meine Meinung dazu ist recht eindeutig, wenn man den ÖPNV stärken und zugleich die Stadtteile Linden und Südstadt besser an die Innenstadt anbinden möchte, dann führt eigentlich kein Weg am U-Bahn-Tunnel vorbei. Änderungen im Oberbau würden die Attraktivität der Stadtbahn nur begrenzt steigern. Vom Zeitgewinn durch Tunnel und der gesteigerten Attraktivität der Innenstadt durch weniger Verkehr mal ganz zu schweigen.
Quellen: Ausführlicher Bericht mit Pros und Contras zum Thema Linie D , HAZ-Artikel vom 7.5.2009
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