Rundgänge durch Hannover

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Jüdische Geschichte

Stadttafeln im Zusammenhang mit jüdischer Geschichte

Die jüdische Geschichte Hannovers spiegelt sich in vielen Stadttafeln wieder, welche hier in einem Rundgang zusammengefasst sind.

Joseph Joachim

Joseph Joachim ( Tafel 72)
Hier stand das Haus in dem 1853 der Violinvirtuose und Komponist Joseph Joachim (1831-1907) wohnte.

Otto Meyerhof

Otto Meyerhof ( Tafel 121)
Hier stand das Haus, in dem Otto Meyerhof (1884 -1951) geboren wurde. Der Biochemiker untersuchte den für die Ernährung wichtigen Kohlehydrateabbau und erhielt 1922 den Nobelpreis für Medizin für seine Entdeckung energetisch wichtiger Zyklen in biologischen Reaktionsketten. Weil er Jude war, musste er 1938 Deutschland verlassen. Er starb in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Stadtbibliothek

Stadtbibliothek ( Tafel 73)
1929-1931 von Karl Elkert und Hans Bettex als erster Büchereiturm Deutschlands erbaut. Erweiterungen von 1955 und 1974. 1943-1945 Sitz der Gestapo-Leitstelle Hannover.Von hier aus am 19.2.1945 letzte Deportation hannoverscher Juden.

Hannah Arendt

Hannah Arendt ( Tafel 129)
Hier wurde am 14.10.1906 die Deutsch-Jüdische Historikerin und politische Philosophin Hannah Arendt geboren. 1933 flüchtete sie vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland. Sie starb am 4.12.1975 in New York.

Josef Berliner

Josef Berliner ( Tafel 119)
Hier wohnte von 1895 bis 1938 Joseph Berliner, der zusammen mit seinem Bruder Emil, dem Erfinder der Schallplatte, 1898 in Hannover die erste Schallplattenfabrik der Welt errichtete. Der Architekt Christian Heinrich Tramm erbaute 1860 dieses Haus für den Obergerichtsrat Eduard Simon.

Alter jüdischer Friedhof

Alter jüdischer Friedhof ( Tafel 124)
für Hannover und Umgebung vom 16. Jhd. bis 1866. Über 700 Grabsteine sind erhalten geblieben: darunter Hoffinanzier Leffmann Behrens, der Astronom Rafael Levi und einer der Vorfahren Heinrich Heines.

Ehemaliges jüdisches Krankenhaus

Ehemaliges jüdisches Krankenhaus ( Tafel 96)
Diese Gebäude wurden 1901 vom Israelitischen Verein für Altersfürsorge und Krankenpflege als Altersheim und Krankenhaus errichtet und bis 1939 -auch für christliche Patienten- betrieben. 1941/42 dienten sie den Nationalsozialisten als sogenannte "Judenhäuser", in denen jüdische Mitbürger vor ihrem Abtransport in die Vernichtungslager zusammengepfercht wurden.